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Dry Denim: Vom Tragen und Waschen nicht vorgewaschener Jeansmodelle

Jedes Mal wenn Sie in ein neues Modell einer Dry Denim Jeans schlüpfen beginnt der Prozess. Eine Art alternative Form von Handwerkskunst – das individuelle Formen und Eintragen. Für einige Leute ist das spezielle Eintragen sogar eine Art Sport geworden. Für uns alle ist es auf jeden Fall eine spannende Herausforderung der besonderen Art.

Das Formen und Eintragen einer Dry Jeans ist wie eine Reise, die etwa sechs Monate dauert. Das Ergebnis hängt hier massgeblich davon ab, wie Sie reisen. Sitzen Sie mit Ihrer Jeans meist nur im Büro, ist der Verzierungseffekt natürlich weitaus geringer als beim Tragen und gleichzeitigen Reparieren Ihres Motorrades. Egal welche Aktivitäten sie beim Tragen bevorzugen, Ihre Jeans zeigt immer eine Art Protokoll der vergangenen Monate. Vielleicht kann man sogar ein paar amüsante Anekdoten herauslesen. Hier ein kleiner Kratzer, da eine Abschürfung oder mehrere Flecken – das sind Geschichten, die das Leben schrieb.

Einmal so weit gekommen bilden Sie und Ihre Jeans eine Einheit – fast wie eine zweite Haut. Getragene Jeans entwickeln auch ihr ganz eigenes Aroma, speziell vor dem Waschen. Ob es ein Geruch ist, bei dem sich die Toten erheben? Auf jeden Fall ist es der Duft eines Gewinners!

Es gibt viele Wege eine Dry Jeans individuell zu formen und einzutragen. Am besten Sie folgen diesem Leitfaden und Sie werden ein gutes Resultat erzielen.

Am Anfang stehen ein Paar Nudie Jeans – natürlich Dry Denim. Für maximale Ergebnisse wählen Sie Modelle aus Heavy Dry Denim mit 13 oz oder mehr. Jeans aus leichteren Gewichtsklassen und in Stretch-Qualität ermöglichen nicht die gleichen intensiven Kontraste und Abschürfungen, der Stoff ist nicht so stark und widerstandsfähig. Für Modelle aus schwarzem Jeansstoff gilt: Das charakteristische Ausfärben einer indigogefärbten Jeans ist immer intensiver als bei Black Denim.

Ausserdem: Für die kommenden sechs Monate gilt: Tragen Sie Ihre Jeans täglich. Je häufiger sie getragen wird, umso mehr individuellen Charakter entwickelt das Modell. Falls sie Flecken entfernen wollen, reiben Sie die Oberfläche einfach mit einem feuchten Tuch ab. Beim Auftreten evtl. unangenehmer Gerüche genügt das Auslüften an einem sonnigen und windigen Tag. Zusätzlich können Sie Ihre Jeans auf links drehen und gründlich ausschütteln.

Wenn es wirklich Zeit zum Waschen Ihrer gut eingetragenen Jeans ist: Auf links drehen und bei 40 bis 60 Grad Celsius waschen. Nach dem Waschvorgang dehnen Sie Ihr Modell in Schrittlänge und trocknen es an der Luft. Verwenden Sie keinen Trockner. Warten Sie möglichst lange mit dem ersten Waschvorgang. Wenn Sie Ihre Jeans zu früh waschen, verläuft die Farbe über dem ganzen Kleidungsstück. Das ergibt einen durchgehend dunklen Indigo-Ton und verhindert die individuellen Effekte der typischen Dry Denim Jeans.

Warum bleicht Indigo aus?

Bei der Herstellung von Denimstoffen wird das Garn vor dem Weben einem Färbeprozess unterzogen. Eingetaucht in eine Reihe von indigogetränkten Farbbädern entwickelt sich so nach und nach die typische tiefblaue Farbschattierung. Indigofarbstoffe können nicht zu 100 % auf den Baumwollfasern fixiert werden, daher der Effekt des Ausblutens und Verblassens. Indigo wird deshalb auch häufig als lebende Farbe bezeichnet (The Living Colour).

* Dry Denims bilden eine spezielle Art unter den Jeansmodellen. Häufig werden Jeansstoffe beim Herstellungsprozess nach dem Färben vorgewaschen, um ein evtl. Einlaufen zu verhindern. Dry Denim bleibt unbehandelt, das verleiht den Jeans eine ursprüngliche Note und erlaubt das individuelle Eintragen und Waschen. Der Träger oder die Trägerin erhält so ein besonders unverwechselbares Modell – Dry Denim eben.

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