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Waschungen

20. Mai 1873: Die erste Jeans wird in den USA zum Patent angemeldet. Ursprünglich als robustes Kleidungsstück für hart arbeitende Männer konzipiert, hat sich die Nietenhose weltweit zu einem gefragten Modeartikel entwickelt. Das klassische Indigoblau ist längst nicht mehr der einzige Farbton für modische Jeans. Auch die Oberflächenstruktur der Stoffe ist variabel geworden – Jeans gibt es in vielen Schnitten und mit unterschiedlichen modischen Effekten. Eine Methode die Stoffoberfläche attraktiv und zeitgemäss zu gestalten sind Waschungen. Als Teil der Produktionskette gehören Waschungen mittlerweile zum Alltag bei der Herstellung von Jeans und Jeanswaren. Unterschiedliche Methoden erzeugen hier unterschiedliche Effekte.

Eine beliebte Methode Jeansstoffe zu veredeln ist das Stonewash. Bei diesem speziellen Verfahren werden grosse Bimssteine verwendet. Das gefärbte Kleidungsstück wird zusammen mit den Steinen in einer Industriewaschmaschine vorgewaschen. Der gewünschte Effekt entsteht hier durch den teilweisen Abrieb der Farbstruktur. Stonewash ist eine der bekanntesten und am häufigsten eingesetzte Methode um Jeans den typischen Used-Look zu verleihen. So vorbehandelte Modelle sehen auch fabrikneu aus, wie bereits getragen. Neben der Vorbehandlung typischer Denimstoffe, wird Stonewash auch zur Veredelung von anderen Baumwollstoffen eingesetzt.

Ein weiterer Modestil für Jeans ist der bekannte Vintage Look. Der Begriff Vintage bedeutet unter anderem so viel wie alt oder erlesen und steht in der Textilindustrie vor allem für Bekleidungsstücke, deren Hauptmerkmal ein gewollt gebrauchtes Aussehen ist. Jeans mit der Zusatzbezeichnung Vintage werden verschiedenen Herstellungsverfahren unterzogen. Dazu gehört das Bleichen der Stoffoberfläche. Die Farbstruktur weist ausgewaschene Stellen auf – die Jeans wirkt alt und abgetragen. Neben den Bleicheffekten haben Jeans im Vintage Look häufig noch zusätzlich Effekte. Dazu gehören modische Löcher, Risse oder leicht ausgefranste Hosenbeine.

Im Gegensatz zu Modellen, die in teils sehr aufwendigen Verfahrensschritten vorbehandelt werden, bleiben Jeans mit der Bezeichnung Unwashed unbehandelt. Um eine durchgehend gleichmässige Farbstruktur zu erhalten, werden Unwashed Modelle nicht vorgewaschen. Auch das Bleichen oder Zusatzbehandlungen kommen hier nicht zum Einsatz. Unwashed Jeans haben eine relativ dunkle Farbstruktur und zählen zu den Klassikern der Jeansmode.

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